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In der Praxisberatung für Arzt- und Zahnarztpraxis zählt das Mindmap
23 März 2014

Ordnung im Kopfchaos

Mind Mapping im Praxisalltag

Sie kennen das? Pling! Eine Idee. Pling, pling! Da kommt was dazu. Pling, pling, pling …. manchmal ist es wie ein Feuerwerk. In unserem Kopf kommt es zu einem kleinen Chaos. Ein anderes Mal hat man noch gar keine richtige Vorstellung zu einem Ziel – in meinem Beispiel das der Praxisgründung – und muss sich im Vorfeld mit vielen Dingen auseinander setzen. Da kann es auch feuerwerken, es kann aber auch langsamer vonstatten gehen.

Welches Tempo ist letztendlich egal. Aufschreiben wäre allerdings deutlich von Vorteil. Genau! Ich höre ihr Stöhnen. Keine Angst, ich stöhnte auch noch bis vor kurzem angesichts meiner Zettelwirtschaft auf meinem Schreibtisch.
Dass es immer gut ist, Gedanken zu notieren, weiß ich schon lange. Praktizierte es auch schon. Was mich allerdings immer so genervt hat, ist mein Perfektionismus dabei. Schön soll die Schrift aussehen. Lieber wieder in ganzen Sätzen schreiben? Wenn kürzer, dann vielleicht zu unverständlich? Steno wäre hilfreich – kann ich aber nicht.
Wir Menschen sind es einfach gewohnt in ganzen Sätzen mitzuschreiben. So notieren wir meist auch Gedanken und Informationen mit zu vielen Wörtern. Ja, ja, ja … klar haben wir in unserem Studium durchaus gelernt, das Wichtigste zu erfassen und schnell mitzuschreiben. Aber Hand aufs Herz, wie oft haben wir aus Zeitnot heraus wichtige Infos einfach versaubeutelt? Damit heute die Arbeit beim Planen, Ideen sammeln oder einfach nur Nachdenken nicht umsonst war – weil unverständlich, nicht leserlich – habe ich das Mind Mapping (Tool) für mich persönlich und in der Arbeit mit meinen Kunden entdeckt :-)

Mind Mapping an sich ist eine Methode, mit der man Aufzeichnungen und Notizen machen und gezielt nachdenken, planen oder Ideen finden kann.
Seit ein paar Jährchen ist diese Methode mein ständiger Begleiter geworden. Wobei ich immer die Papierform hasste. Vor einigen Monaten bin ich auf die digitale Form umgestiegen – und bin nun super happy! Aber dies nur am Rande.

Was macht denn nun Mind Maps so anders?
Bei den Mind Maps geht es darum, zunächst einmal nur die Schlüsselwörter aufzuschreiben. Wählt man diese geschickt aus, lässt sich der Inhalt des Mind Maps auch noch nach langer Zeit wieder rekonstruieren. Füllwörter, die für die Erinnerung unwichtig sind, werden konsequent weg gelassen. Durch die sich permanent erweiternde Baumstruktur – egal, wann mit einem Ast an einer passenden Stelle hinzugefügt – entsteht eine Logik und Hierarchie in den Aufzeichnungen.

Mind Maps sind gehirngerecht
Unser Gehirn arbeitet – Sie als ZahnMediziner wissen es wohl am besten – assoziativ. Also Wissen wird in Beziehungen oder in Assoziationen gespeichert (man denkt an Weihnachten und Schnee, Sommer und Meer….). Unsere aufgezeichneten Notizen in einem Satz brauchen einen Satz vorher und einen Satz danach, um eine Beziehung herzustellen. In einem Mind Map tut das ein neuer Ast.

Mind Maps fordern beide Gehirnhälften
Die linke (zumeist in unserer westlichen Welt gefordert) mit ihrer Dominanz in verbaler Sprache, Zahlen, Ratio und Logik, Analyse, Details erkennen, Regeln und Gesetze, Wissenschaft, lineares Denken, Schritt für Schritt und im Verständnis von der Zeit. Die rechte vorrangig dominant in der Körpersprache, bildlichen Vorstellungskraft und Tagträume, Intuition und Gefühl, Synthese, Kreativität, Kunst, Musik, Tanz, ganzheitliches und nonlineares Denken und im räumlichen Bewusstsein.
Wenn wir also ein Mind Map zeichnen, sprechen wir durch bildhafte Darstellung und Zeichnen der Äste die rechte Gehirnhälfte an: und durch die sprachlichen Elemente wie die der Schlüsselwörter die linke. Was passiert also nun? Genau: wir fördern ein ganzheitliches Denken.

Ich finde das auf jeden Fall sehr positiv und zielführend. Sie auch?