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04 Dezember 2016

Kommunikationsfähigkeit – lasst sie endlich raus

Wer von uns hat nicht schon mindestens 1-2 Kommunikationsmethoden im Leben erklärt und antrainiert bekommen (sollen). Vom bekanntesten Sender – Empfänger – Modell (Vier-Ohren-Modell) von Friedemann Schulz von Thun  über weitere wie die von Paul Watzlawick bis hin zu Jürgen Habermas. Aber mal Hand aufs Herz: Wer wendet denn all diese theoretischen Erkenntnisse, die während eines Seminars durchaus viele „oohhs“ und „aaahs“ hervorrufen, tatsächlich im Alltag immer wieder bewusst an? Wem stellen sich bei der Erwähnung des Begriffes NLP nicht gleich die Härchen im Nacken, weil man diese Methode der Kommunikation gleich mit „Manipulation“ in Verbindung bringt?
Ich selbst befasse mich schon sehr lange mit unserer Kommunikationsfähigkeit, die uns im Grunde genommen gegeben ist, aber irgendwie immer seltsamere Blüten treibt. Wie mein Mann letztens so trocken – aber exakt auf den Punkt gebracht – äußerte: „In unserer Gesellschaft werden die Schlipse immer länger und die Schuhe immer größer – man tritt immer leichter drauf“ Das trifft sowohl auf den privaten als auch beruflichen Bereich zu.

Selbstversuch: PCM® – Prozesskommunikation

Wer hat Erfahrung mit einem unruhigen Team? Die einen wollen es hintenrum machen, die anderen lästern ständig. Niemand ist zufrieden. Ich als Erstkraft stehe allein da. Bin total unglücklich. Möchte nicht mehr.

Ich habe das Gefühl, dass ich sagen kann, was ich will, keiner nimmt mich ernst als Praxisinhaber*in.

Wir haben immer Stress in der Praxis. Dann wird gemotzt, gestritten, verweigert. Wieso verhalten sich die Leute im Team so komisch?

… um nur einige Zitate aus meinen Praxisberatungen zu nennen. Ja, ich bin der Überzeugung, die allermeisten „Probleme“ in den Praxen entstehen an Ermangelung einer Kommunikation. Und zwar im Hinblick auf mangelndem Verständnis seiner eigenen Persönlichkeit, aber auch anderen Persönlichkeiten gegenüber. Da stellt sich doch dann zwangsläufig die Frage: Wie soll ich jemanden erreichen können, wenn ich nicht weiß, wie ich und mein Gegenüber überhaupt ticken.

Im Grunde genommen sind uns diese Kommunikationsfähigkeiten durchaus gegeben, man muss ihnen nur wieder auf die Sprünge helfen.
Ich persönlich habe mir einen Tritt verpasst. Wie? Indem ich mich auf das PCM® (Process Communication Model) eingelassen habe, das mir eine liebe Freundin erklärt hat.
Margit Weinert hat gemeinsam mit Ihrem Mann, dem Anästhesisten Dr. Mark Weinert, in Neuseeland die Ausbildung zum Kommunikationstrainer gemacht. Beide wissenschaftlich denkend, haben sie sich für PCM® entschieden, weil es wohl das einzig validierte Modell ist.

Da ich auch nichts mit esoterischem Krimskrams anfangen kann, schien es nur naheliegend einen Selbstversuch zu starten – bevor ich meinen Kunden eine Möglichkeit empfehlen kann, aus diesem Kreislauf der Kommunikationsprobleme heraus zu kommen.

Mich selbst noch besser kennen gelernt – Kommunikationsfähigkeit weiterhin verbessert

Gemäß meinem Motto sich immer zuerst einmal an die eigene Nase zu fassen, habe ich zuerst einen Online-Fragebogen ausgefüllt. Das Ergebnis war ein ziemlich dickes Pamphlet, mein ureigenes Persönlichkeitsprofil. Einiges davon – wie ich bin, wie ich ticke, zumindest, wenn ich gut drauf bin, keine Probleme habe etc. – wusste ich schon. Schließlich bin ich der regelmäßigen, ehrlichen Selbstreflexion absolut zugetan, sichert mir diese auch im beruflichen Bereich meine Qualität, die ich erzielen will. Was mich aber sehr erstaunt und positiv überrascht hat, ist die Beschreibung, wann ich wie in Stress gerate, wie ich mich da verhalte, und wie ich da wieder raus komme, bzw. erst gar nicht hinein gerate. Das hat mir die Augen geöffnet – aber so richtig weit.

Auf das Profil erfolgte die Erklärung des PCM® Modells – und zwar so ausführlich und logisch!, dass es jeder Mensch versteht und nachvollziehen kann.

Wie es auch schon ein Gynäkologe auf der Referenzseite von Dr. Weinert Communication beschrieben hat, weiß man nach den ersten Stunden mit PCM®, warum man auf Menschen trifft, die man kaum eine Sekunde kennt, sie aber schon nicht leiden kann. Oder warum sie einem einfach nur auf die Nerven gehen. Und mit anderen ist sofort eine Bindung da. Und dabei ist es gar nicht schwer, auch mit diesen Menschen, die man vielleicht sonst gleich wieder weg kickt, auf ein befriedigendes Level zu kommen.

Im Wissen ob der Schwierigkeiten, die wir oftmals in den Praxen haben, sei es im Team oder auch in der Kommunikation mit Patienten, habe ich ein Tool gefunden, das ich wärmstens empfehlen kann. Der Nutzen ist enorm, das „Erlernen“ ist absolut nicht trocken und theoretisch. Und nach zig Kommunikationsseminaren für alle erdenklichen Zwecke (von ChakaChaka Veranstaltung vor Messen bis hin zu Vertriebsgedöns, oder aber einfach auch nur als Basis für das eigene Angebot an die Kunden) kann ich das durchaus einschätzen.

Was ist so die Basis im PCM® – von mir in meinen Worten auf den Punkt gebracht

Wir alle müssen Erfolg haben – auf die eine oder andere Weise. Nur so werden wir zufrieden mit unserem Leben sein. Und um so zufriedener wir selbst sind, um so offener sind wir für eine positive Kommunikation mit unserer Umwelt.

Also fangen Sie schon einmal an – denn das geht auch ohne PCM®:

  1. Setzen Sie sich Ziele, die eine persönliche Herausforderung darstellen, ABER auch real erreichbar sind.
  2. Setzen Sie alles daran, diese Ziele step by step auch zu erreichen.
  3. Freuen Sie sich über das erreichte Ziel! (Das fehlt uns Menschen tatsächlich so oft)

Machen Sie sich klar: Fehlt nur einer dieser Schritte, dann werden Sie nie Erfolg erleben. Und welch´ Miesepeter dann entstehen, können wir uns alle nur zu gut vorstellen. CAVE: Erfolg muss nicht mit materiellen Dingen gleich gesetzt sein.

PCM® geht von 6 unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen aus, die in jedem von uns vorhanden sind. Mal mehr oder weniger energievoll ausgeprägt. Jetzt stellen Sie sich vor, Ihr Gegenüber hat auch alle, aber in einer anderen Ausprägung als Sie selbst. Entweder Sie schaffen es mit Leichtigkeit auf die Struktur des Gegenübers aufzuspringen, sich in seine Welt zu versetzen, oder sie hangeln sich mit wenig Energie auf diese Ebene. Na, was passiert? Sie sind schon außer Puste und gestresst, wenn sie dort ankommen. Und dann kann es echt schnell in die Hose gehen mit der Kommunikation.

Persönlichkeitsanteile nach PCM® – Profil erklärt anhand meiner Auswertung

An dieser Stelle werfe ich mal die 6 Persönlichkeitsanteile in den Raum:

  • Empathiker
  • Logiker
  • Beharrer
  • Träumer
  • Rebell
  • Macher

Wer mich nun schon kennt, kann wahrscheinlich zu 100% die bei mir am meisten ausgeprägten Anteile beschreiben 😉 Und ja, ich gehöre zu den sehr wenigen Menschen, die sich auf alle Ebenen mit einer Energie zwischen 80% und 100% hin und her schwingen können. Wobei meine Basis, also mein stärkster Anteil, tatsächlich der Empathiker ist.

Aber nun weiter mit den Beschreibungen der Grundstrukturen:

Der Empathiker (100%) in mir ist sensibel, warmherzig und mitfühlend. Er nimmt sich die Zeit zuzuhören. Er vermittelt Zuversicht, ermutigt zum Erfolg, hat sehr viel Verständnis und kann deshalb auch helfen, Probleme individuell zu lösen. Er macht Geschäfte zu einer angenehmen Erfahrung. Und er feiert gerne mit seinen Kunden deren Erfolg! 🙂

Der Rebellen-Anteil liegt bei mir auch bei 100%.
Er ist spontan, verspielt, kreativ und humorvoll. Er hat Visionen. Und das ist ansteckend. Gut für Sie im Sumpf des manchmal tristen Praxisalltags.

Auch mein Beharrer-Anteil mit 88% ist noch sehr hoch.
Der Beharrer ist engagiert, beobachtet genau, ist gewissenhaft. Er har seine Überzeugungen, die ihn stärken. Seine Überzeugungen sind Verantwortlichkeit, Loyalität, Aufrichtigkeit. Er setzt hohe Standards, setzt sich für langfristige Projekte und Ideale ein, kümmert sich um die Einzelheiten und sorgt dafür, dass die Aufgaben zu Ende geführt werden. Er hat einen Blick für das Potential in einem Menschen. Da kann er dann sehr hartnäckig sein, setzt ein hohes Leistungsniveau an und holt das Beste im Menschen heraus. Er fordert aber nicht nur, er macht es vor, zeigt das gleiche Engagement, das er von seinem Gegenüber erwartet.

Aber auch ein Träumer-Anteil (87%) steckt in mir.
Er ist nachdenklich, phantasievoll und ruhig. Das braucht er, um innovativ sein zu können. Eingebrachte Konzepte und Geschäftsmethoden entwickelt er mit seiner ihm eigenen Geduld. Sobald er das Potential einer Idee oder eines Menschen erkennt, ist das für ihn eine Handlungsmotivation. Er liebt es Vorschläge und Empfehlungen – nach einer kleinen Bedenkzeit – annehmen und umsetzen zu können.

Und ja, ganz zum Trotz meiner Physik- und Mathelehrer am Gymnasium, habe ich auch einen Logiker-Anteil (80%).
Logisch denken und planen sind Stärken, die dieser Anteil sein eigen nennt. Da fällt mir doch spontan meine Liebe zur Implementierung individueller Arbeitsabläufe durch die Konfiguration von Anwendersoftware ein 🙂

Mit einem Energielevel von 70% bewege ich mich auf meiner Macher-Plattform.
Mit Charme und Überzeugungskraft bringt der Macher andere in Gang. Er ist anpassungsfähig und lenkt die Aufmerksamkeit anderer gerne auf das, worauf es wirklich ankommt. Sieht er eine Herausforderung, dann kann ihn – fast – nichts mehr aufhalten 😉 Gut für Sie, oder?

Mit diesem Überblick können Sie sich auch schon mal ein Bild machen, wie PCM® jeden Menschen widerspiegelt  mit seinen Stärken, aber auch seinen Schwächen. Schwächen bedeuten aber nicht, dass der Mensch im ganzen schlecht ist! Der Mensch per se ist immer wertvoll.  Es sind die „Masken“, die einjeder „aufsetzt“, wenn durch den Auslöser Stress die Erfüllung der individuellen Bedürfnisse, die sich aus der individuellen Persönlichkeitsstruktur ergeben, dauerhaft unterbrochen wird. Das zu wissen hilft ungemein darauf zu achten, dass die Bedürfnisse so oft wie möglich beachtet und erfüllt werden.
Es schwarz auf weiß vor Augen zu haben, darüber nachdenken zu können, und es dann ehrlicherweise zu bestätigen – das ist der erste Schritt genau daran zu arbeiten.
So werde ich mich in der nächsten Stresssituation in der Praxis, wenn mich eine Software und deren Hotline fast auf die Palme bringt, einfach mal an den nächsten Strand denken, mir von Ihnen einen leckeren, mit cremiger Milch zubereiteten Kaffee bringen lassen, und mir anhören, wie Sie meine Geduld in dieser Sache bewundern 🙂

Was es mir persönlich gebracht hat? Noch mehr Verständnis für die Menschen in meiner direkten Umgebung aufzubringen. Und mit dem Verständnis wachsen weitere Ideen, diese Menschen zu unterstützen, damit sie nicht immer wieder in diese Spirale von Stress geraten und sich und andere damit – meist ungewollt – schädigen. Und das tut wirklich gut!
Und wenn Sie auch Interesse daran haben, mehr über sich selbst zu erfahren, dann melden Sie sich zu einem unserer nächsten Workshops an, die wir in unserer Akademie-Reihe 2017 anbieten. Mehr.ZahnArzt.sein mit Mehr.Wert.