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Potentiale-in-der-Arzt-Zahnarztpraxis
28 Juni 2014

Potentiale erkennen und umsetzen – so funktioniert Praxisoptimierung

Potentiale als Werkzeug für Praxisoptimierung

Kennen Sie als MedizinerIN, als PraxismitarbeiterIN oder ganz einfach als Mensch überhaupt Ihre eigenen Potentiale? Hm, doofe Frage, denken Sie jetzt. Nö. Keine doofe Frage – es ist eine der wichtigsten, die wir uns stellen sollten. Denn Sie haben einen enormen Einfluss auf uns als Mensch, auf unser Leben, auf unseren Erfolg – auch im Berufsleben. In der Praxisarbeit fällt mir immer wieder auf, das gerade Frauen sich schwer damit tun, ganz klipp und klar ihre Potentiale aufzuzählen, geschweige denn daran zu glauben. Ja, Sie lesen richtig. Männern geht es definitiv leichter von den Lippen darüber nachzudenken, zu definieren und zu exclamieren. Wobei viele aber Potential mit Qualifikation gleichsetzen/verwechseln.

Ich möchte an dieser Stelle auf die Personalsituation in den Praxen eingehen. Ich werde immer wieder in die Praxen gerufen, wenn die Praxisinhaber das Gefühl haben, dass im Team nicht alles rund läuft. Hut ab vor denen, die es erkennen – und sich dann auch noch eine externe Unterstützung ins Nest holen!

Eine vertretene Meinung ist, viele Mitarbeiterinnen seien tröge, wenn es darum ginge, die Praxisziele – meist schnell definiert mit hohen Umsatzzahlen – zu erreichen. Den einen wird vorgeworfen in der (zahn-)medizinischen Assistenz nicht fit zu sein, anderen das fehlende „Verkaufsgen“. Andere wiederum würden nur Dienst nach Vorschrift leisten und eigentlich gar nicht arbeiten wollen. Und von den Praxisinhabern wird behauptet, sie hätten kein Interesse an Praxisbelangen außerhalb ihrer (zahn-)medizinischen Tätigkeit.

So – und jetzt fassen Sie sich mal an die eigene Nase! Bei welchen Tätigkeiten gehen Sie auf wie ein Hefeklops? Richtig! Bei denen, die Ihnen liegen, die Ihnen Spaß machen. Dazu müssen Sie aber zuerst WISSEN, was Ihnen liegt und Spaß macht. Zu wissen, wie Sie in „Ihrem“ Bereich ticken, wäre sehr von Vorteil.

Stellen Sie sich doch einmal folgende Fragen (Quelle: www.zeitzuleben.de)

  • wer bin ich?  |  welche Eigenschaften habe ich?
  • welche Lebensumstände passen zu einem Menschen wie mir?
  • wie wäre ein Leben, das perfekt zu mir und meinen Bedürfnissen passt?
  • Wie genau sollte mein Job aussehen?
  • welches sind die wichtigsten Werte und Prinzipien in meinem Leben?

Und jetzt stellen Sie sich vor:
alle in einem Team wissen genau, wie es um sie selbst bestellt ist – vom Inhaber bis zur Stundenkraft. Jeder kennt die Potentiale des anderen. Und jetzt kommen Sie auf die wahnwitzige Idee, diese Potentiale in einen Topf zu werfen. Was wird wohl passieren?

Sie haben einen Zaubertrank gebraut. Jeder Teilbereich in einer Praxis hat seinen Asterix, der durch die Alltagsherausforderungen prescht und alles aus dem Weg haut, kniffligen Dingen aktiv die Stirn bietet und weiß, dass die Gemeinschaft alles erreichen kann. Und noch etwas erstaunliches lässt sich beobachten: die Defizite/Schwächen eines jeden Teammitgliedes sind auf einmal irrelevant.

FAZIT: In einem Hochleistungsteam werden immer die Potentiale jedes einzelnen genutzt.

Es gibt viele Instrumentarien. Viele neue Räder mit tollen Namen. Im Grunde dennoch immer die gleiche Basis. So zum Beispiel das BigFive Modell und das Instrumentarium von TMS (TeamManagementSystem) nach Margerison&McCann

 

CAVE: Ohne Majestix und eine Gutemiene, die zu führen wissen, nämlich mit einem kooperativen über partizipativen bis hin demokratischen Führungsstil (Führungsstile nach Heinze&Heinzel 1990), ist der Zaubertrank nur halb so viel wert.