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Zahnarztpraxis-und-Praxisberatung
20 Mai 2014

Mars vs. Venus in der Zahnarztpraxis – die kleinen feinen Unterschiede

Zahnarztpraxis – gibt es Unterschiede?

Dieser Frage sollte ich Anfang des Jahres für die Dentista Zeitschrift nachgehen.  Welches Geschlecht holt sich eher externe Unterstützung in die Praxis? Was sind die Unterschiede in der Arbeit?

Pauschalisierungen sind nicht mein Ding. Aber es gibt sie wirklich, die kleinen, feinen Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein in der Arzt- und Zahnarztwelt.
Sie wollen wissen wo? Nicht zu Beginn – da schwanken noch beide Geschlechter, ob sie überhaupt externe Unterstützung ins Haus holen sollen.

Bis zu einem bestimmten Punkt sind alle der Überzeugung, es läuft ja – irgendwie, und es gibt ja eigentlich nichts, was man nicht selber irgendwie packen würde – irgendwann. Der bewusste Eintritt in die Entscheidungsphase allerdings wird meist von zwei typischen Aspekten aus angesteuert – und die sind erstmals geschlechtsspezifisch.

Die Marsianer wollen vorrangig ihre Geldquelle, Ihre Reputation sichern/vermehren, und zwar straight, am besten mit viel spaßbringendem Spielzeug und ohne emotionale Hindernisse. Geht nicht, gibt es nicht.

Die Venusianer hingegen verfolgen oftmals die These „der Weg ist das Ziel“.  Der Weg ist ein für alle angenehmer Workflow. Der Weg muss nicht straight sein, er kann durchaus auch mal kleine Abzweigungen aufweisen. Hauptsache, Frau selbst fühlt sich wohl, wohl mit den Patienten, wohl im Team. Und wenn das alles passt, dann wird auch die Geldquelle letztendlich gesichert sein, ist die Devise.

Und schon sind wir mitten drin in meiner Welt. Die Praxisinhaber warten oftmals mit ganz konkreten Punkten auf, die ihnen missfallen und die geändert werden sollen und haben ihre ganz eigene Vorstellung, wie die externe Unterstützung auszusehen hat. Das hat seine Vorteile. Abarbeiten und Punkt. Nachteil – wenn man denn überhaupt von Nachteil reden kann,  ist das etwas andere Argumentationsverfahren innerhalb einer Begleitung, wenn es abweichend derer Vorstellung ist. Da müssen schon mal analytische Methoden und Werkzeuge her. Was nicht gemessen werden kann, ist nicht vorhanden. Zahlen, Fakten, Tabellen. Nur doof bei bad vibrations – da hab ich noch kein Messgerät gefunden ;-)

Die Praxisinhaberinnen umschreiben eher, was nicht so gut läuft, was sie fühlen. Das Endziel wird nicht immer auf direktem Weg angesteuert. Gemeinsam können wir unserer Kreativität freien Lauf lassen. Es muss einfach nur für alle passen im Team und für die Patienten. Mir als der Venus zugehörig gefällt das natürlich, ich kann ruhig auch mal auf die emotionale Ebene und werde trotzdem verstanden – und umgekehrt natürlich erst recht.

Meine Unterstützung wählt man oftmals zur Optimierung der Praxisabläufe. Vor allem ist gewünscht, dass diese auch in der vorhandenen Praxissoftware umgesetzt wird. Und bei Verstimmungen im Team.

Auch hier gibt es Unterschiede zwischen Mars und Venus.
Mars interessiert die Einzelheiten, die Hintergründe, warum etwas so funktioniert, wie es funktioniert. Zwar selektiert er schnell das Gelernte/Gezeigte und wählt den Weg, mit dem sein Ziel am schnellsten erreicht werden kann. Dennoch ist er immer interessiert an den vielen Möglichkeiten. Wenn es allerdings um Teambildung geht, ist dieses Interesse oftmals nicht mehr vorhanden. Es hat einfach zu funktionieren. Punkt.
Venus interessiert in Falle der Praxisorganisation eher das Endergebnis. Einen Weg – und der muss sich gut anfühlen. Dann bitte nicht noch andere Möglichkeiten aufzeigen. Wege – derer es bekanntlich viele gibt, um nach Rom zu gelangen, verwirren und machen unsicher. Ebenso die Hintergrundinformationen. Ganz anders aber bei der Teambildung. Da steht das Menschliche manchmal so im Vordergrund, dass Praxisinhaberin emotional so richtig in der Zwickmühle sitzt. Schließlich hat sie ja ein kleines Unternehmen zu führen, welches irgendwie auch Gewinn abwerfen sollte.

Genial wäre doch, wenn Venus und Mars voneinander lernen und profitieren – wozu schon wieder – OH NEIN! – Kommunikation notwendig ist,

Ich finde meine Arbeit aber mit BEIDEN Geschlechtern sehr spannend und möchte keinen von beiden missen wollen.