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Praxisziele – Schuss und Treffer

In einer Praxisberatung für Ärzte und Zahnärzte werden als erstes die Visionen und Ziele herausgearbeite

OOOCH NEE … nicht noch eine mehr, die von Praxiszielen schwafeln will. Schließlich gibt es nur eins, dass relevant sein kann: „die Praxis soll erfolgreich sein – jawoll!“

Okay, das ist richtig und könnte das oberste Ziel sein. Genau so wie vielleicht das persönliche Ziel “Ich will einfach nur glücklich sein“ Ich finde diese beiden Beispiele sehr vage. Und Sie? Ich glaube, bei dieser Art von Zielformulierung können auch die Ergebnisse nicht mehr als vage sein.

Bei solchen unkonkreten Zielen, die irgendwie auch nicht richtig fassbar sind, kann ich mir schwerlich einen gezielten Weg dorthin vorstellen. Ich habe immer öfter das Gefühl des „rumeierns“. Und auf Dauer ist so etwas nicht nur unschön, sondern auch demotivierend.

Also, was ist zu tun?
Nehmen Sie sich ein Blatt Papier – oder für die Digifreaks wie mich: öffnen Sie ein neues Dokument – und versuchen Sie alles in Worte zu fassen, was Sie sich als Ziele vorstellen können.

Wenn Sie z.B. meinen, Ihre Praxis soll das „größte Zentrum zur Begleitung der Gesundheit von Jung und Alt“ werden, dann haben Sie ein HAUPTZIEL beschrieben. Ein Hauptziel ist eher eine Vision. Sie gibt Ihnen die Energie und zieht sich wie ein roter Faden durch Ihr Handeln.

Weiter geht´s. Was wäre jetzt die logisch nächste Fragestellung? Genau, was führt Sie konkret zu diesem Ziel, Ihrer Vision?
Das nennt man ETAPPENZIELE definieren. Also, z. B.
– Aufbau eine Hochleistungsteams
– Verbesserung der Patientenkommunikation
– Einführung von Qualitätsmanagement in der Praxis

Und jetzt setzen Sie noch die FEINZIELE, d. h. Sie definieren in klaren Worten die Handlungsweisen und setzen ein Zeitfenster, z.B.
– In den nächsten 4 Wochen lote ich aus, welche Mitarbeiterin am besten in welchen
Praxisbereich passt
– Bis zum Jahresende werden spezielle Fort- und Weiterbildungen angenommen sein
müssen
– Bis Ende 2014 steht das Qualitätsmanagement

Eine Zielplanung kann nur gelingen und wirkt nachhaltig, wenn sie eindeutig, verbindlich und kontrollierbar ist. Und das geht nur schriftlich! Und denken Sie daran, Sie müssen selbst davon überzeugt sein, sonst werden Sie auf dem Weg dorthin aufgeben. Und nicht zu vergessen: nur wenn SIE davon überzeugt sind, können Sie auch ihr Team mitreißen. Der Weg dahin kann nur im Verbund geschafft werden. Ganz nach Alexandre Dumas´ Musketiere: Einer für alle, alle für einen!

Die Vision geben Sie vor, erarbeiten Sie mit Ihrem Team dazu ein Praxismotto und die Praxiskultur (Verhaltenskodex mit Regelungen und Richtlinien zur Organisation). Lassen Sie jedes Teammitglied Vorschläge zu den Etappenzielen machen und einigen Sie sich auf diese. Analysieren Sie Ihre Ziele: Welche Stärken und Schwächen der Beteiligten können den Erfolg fördern bzw. hemmen? Wie groß sind die Chancen, das Ziel zu erreichen, welche Risiken können die Umsetzung gefährden? Welche Personen, Informationen, Sachverhalte und sonstige Umstände können die Zielerreichung positiv bzw. negativ beeinflussen? Analysieren Sie Chancen und Risiken, Situation und Umfeld.  Installieren Sie regelmäßige Feedbackrunden im Team. So kann immer wieder eine Feinjustierung vorgenommen werden.

Gehen Sie jedes Ziel innerhalb von 2 Tagen an. Um so länger Sie die Umsetzung rauszögern, desto unwahrscheinlicher wird es, dass Sie dieses überhaupt angehen. Und wenn Sie einmal ein Ziel nicht erreichen sollten, auch kein Weltuntergang.  Finden Sie heraus, warum genau Sie es nicht erreicht haben und machen Sie einen Lernerfolg daraus.

In der Praxis hat sich definitiv eine Visualisierung solcher Prozesse bewährt. Entweder Sie basteln sich selbst unterstützende Marker für die Wand oder nutzen solche kleinen Hilfsmittel wie diesen Zielplaner, den ich im Internet gefunden habe :-)

 

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