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praxiscoach in der zahnarztpraxis
01 September 2015

PraxisCoach in der ZahnArztpraxis – warum?

Praxiscoach in der ZahnArztpraxis ist ein (Berufs-)Leben zwischen Hass und Liebe

Ha! Jetzt spinnt sie total, die Tante. Was soll denn dieser Beitrag uns heute erzählen? – denken Sie schon augenrollend und sind fast versucht wieder weg zu klicken. Bleiben Sie! Heute erfahren Sie offen und ehrlich etwas über das Leben eines PraxisCoach in der ZahnArztpraxis.

Mit diesem Titel hausieren zu gehen erfordert wahrlich Mut und Dickhäutigkeit. Und eine riesige Portion Spucke, um bei eventuellen anfänglichen und zögerlichen – manchmal auch aggressiven – Nachfragen der Klientel Ärzt*innen und Zahnärzt*innen zu antworten auf Fragen wie:

  • wann einen PraxisCoach?
  • wozu einen PraxisCoach?
  • wie lange einen PraxisCoach?

 

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Nicht alle Praxisinhaber*innen werden mit den Fähigkeiten der Praxisführung und Praxisverwaltung geboren

Was per se überhaupt nichts anrüchiges ist. Schließlich haben Sie Zeit und Energie in Ihr (zahn-)medizinisches Studium investiert. Die Approbation, eine Promotion – alles Zeugnisse dafür, dass Sie etwas auf dem Kasten haben.
Und genau das wollten Sie doch immer sein: Arzt*in oder Zahnarzt*in.
In einer eigenen Praxis zu arbeiten ist das Non Plus Ultra. Aber hier geht es dann auch schon los. Gefühlt allein auf weiter Flur, umzingelt von Wölfen in Schafspelzen – schon bei der Gründungsumsetzung. Dann der ganze „Quatsch“ mit den gesetzlichen Vorgaben – und dazu 1001 Meinungen. Und wenn die Praxis endlich auf ist – Patienten, Verwaltung, Personal …. die Liste ist lang – und treibt manch einen in den Wahnsinn. „Ich will doch eigentlich nur behandeln!“

PraxisCoach – die Person, die Sie zu Ihren Zielen führt

Zusammenfassend handelt es sich bei einem Coaching um die Begleitung eines/einer Praxisinhabers/Praxisinhaberin – um das Beste aus sich selbst heraus zu holen; um persönliches und professionelles Wachstum zu entwickeln und verfolgen.

Hand auf´s Herz: ist es nicht angenehmer, leichter, effektiver, wenn einem ein Mensch zur Seite steht, der in dieses Dickicht und den großen Wald an Herausforderungen im Alltag einen anderen, den ÜberBLICK behält? Der einem den Rücken stärkt?

Das Modell einer gecoachten Praxis generiert proaktives Handeln mit dem Ziel, außerordentliche Resultate zu erzielen.

Aus langjähriger Erfahrung kann ich hier einige Vorteile eines PraxisCoachings aufzählen, die für jede Praxis interessant und hilfreich sind:

  1. Fokussierung auf die Ziele und Identifizierung der Aktionen, die benötigt werden, um diese zu erreichen
  2. Kompromisse generieren und aufrecht erhalten; für seine Aktionen Verantwortung übernehmen und sich dorthin bewegen, wohin man zu kommen gedachte
  3. Seine Fähigkeiten, Gewohnheiten und sein Wissen entdecken, erlangen, anwenden
  4. Ändern von einer oder mehreren Verhaltensweise(n), die einen daran hindern das Beste aus sich selbst heraus zu holen
  5. Anheben einer Kompetenz auf den nächst höheren Entwicklungslevel
  6. Effektives Etablieren der Praxisziele und lernen, die Fortschritte zu messen
  7. Generieren neuer Ideen, Möglichkeiten und Perspektiven
  8. Effizientes Zeitmanagement, für das Gleichgewicht zwischen Privat- und Arbeitsleben
  9. Verbesserung der Beziehungen zu Patienten, Personal, Kooperationspartnern …
  10. Lösung von Konflikten und Problemen, nämlich dann, wenn sie auftauchen
  11. Lernen auch schwierige Entscheidungen zu treffen

Fazit:
Mit einem PraxisCoach an Ihrer Seite fühlen Sie sich nicht alleine beim Start/Anschieben der Prozesse und beim Wachstum Ihrer Praxis.

Wieso aber Gefühle zwischen Hass und Liebe für einen PraxisCoach in der ZahnArztpraxis?

Weil wir alle Menschen sind. Und Menschen haben Gefühle.
Wenn jetzt also so ein PraxisCoach kommt, der den Finger immer wieder in die Wunde legt, Triggerpunkte findet und darauf herum drückt – das tut weh. Das lässt Selbstzweifel hochkommen. Das macht verdrießlich. Das verärgert. Das macht wütend.

Es gibt zwei Möglichkeiten:

  • Finger weg von einem PraxisCoaching, Augen zu und weiter wie bisher
  • Tief eingeatmet, Mut gesammelt und mit durchgedrücktem Rücken ran an die Veränderung

Anfänglich – hat sich Praxisinhaber*in denn für eine Unterstützung entschieden – sind die Endorphine tonnenweise da. Yeah! Ich gehe aktiv für meine Praxis auf LOS und warte auf den Startschuss. Ideen, Enthusiasmus, alles kocht über. Die Planung macht Spaß. Das Team steht meist erwartungsvoll hinter dem Chef, der Chefin. Auch die Mitarbeiter*innen bringen sich ein. Alles wird festgehalten. Umsetzung zeitlich geplant. Quirlige Erwartungen auf tolle Veränderungen.

Der Startschuss fällt – und schon nach 2-3 Wochen kann sich der PraxisCoach den Helm aufsetzen und das Kettenhemd überziehen. Die Umsetzung der Ideen, die Veränderungen der eingebrannten Prozesse, der Denkweisen, sind unbequem, ungewohnt, tun weh. Fordern. Die Französische Revolution war ein Klacks gegen den Aufstand, der nun meist beginnt. Rational total unverständlich. Emotional enorm nachvollziehbar. Ein guter PraxisCoach weiß hier jeden in der Praxis zu unterstützen. Hält die „Ich-geb-dir-jetzt-den-Föhn-weil-ich-die-Schnauze-voll-hab“-Angriffe aus. Motiviert individuell. Holt jeden Menschen da ab, wo er gerade steht – mit Freude. Ohne Augenrollen. Und vor allem unterstützt er den/die Praxisinhaber*in. Bestenfalls treten beide – Coach und er/sie – als perfektes „Bad Cop – Good Cop“-Team auf.

Und dann? Fließender Übergang von „es wird besser“ zu „cool – wir haben es geschafft“. Das dauert. Je nach Anforderungen und Veränderungen Wochen, ja gar auch Monate.

Was ist passiert?
Alle sind gewachsen an ihren Aufgaben. Adrenalin wird wieder abgelöst von Endorphinen. Und das schöne daran? Es ist nicht das Ende. Es ist ein kontinuierlicher Prozess – KAIZEN.